Dass man in der Schule nicht nur fürs eigene Leben lernen, sondern auch in andere Leben einwirken kann, haben Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums Gemünden mit einem Spendenprojekt gezeigt: Auch im dritten Jahr in Folge konnte die SOS-Kinderdorf-Patenschaft für ein junges Mädchen in Bangladesch verlängert werden.
Der Ethik-Lehrplan der 8. Jahrgangsstufe beinhaltet soziales Engagement – und die Schülerinnen und Schüler haben die theoretischen Inhalte auch in diesem Jahr wieder mit einer Spendenaktion in die Praxis umgesetzt. Durch einen Pausenverkauf in der Schule sowie durch Sammelaktionen im privaten Umfeld der Ethik-Kursmitglieder konnte genug Geld eingenommen werden, um die SOS-Kinderdorf-Patenschaft für ein junges Mädchen in Bangladesch auch im dritten Jahr in Folge fortzusetzen.
Brief aus Bangladesch
Die Spenden aus dem FLG helfen dem mittlerweile elfjährigen Mädchen, durch Schulbildung und eine entsprechende Betreuung im SOS-Kinderdorf erste Schritte hin zu einem selbstbestimmten Leben zu gehen. „Es ist ein gutes Gefühl, genau zu wissen, wo das Geld ankommt“, sagt Leonard Wegerhoff (13) aus Gemünden: „Wir haben einen Brief aus Bangladesch bekommen, in dem wir erfahren haben, wie die Spenden vor Ort eingesetzt werden.“
Weitere Fortsetzung geplant
Auch Marlene Rügamer (14) aus Rieneck zieht ein positives Fazit: „Das Projekt war eine tolle Abwechslung zum normalen Unterricht und es hat Spaß gemacht, sich für eine gute Sache einzusetzen.“ Auch in den kommenden Jahren soll die SOS-Kinderdorf-Patenschaft fortgeführt werden: Der Ethik-Kurs der 7. Klasse, der im nächsten Schuljahr das Projekt übernimmt, hat schon in diesem Jahr fleißig bei der Planung mitgeholfen und Ideen für die nächste Spendenaktion gesammelt.
Text & Foto: Julius Mayer